Die Nutzung von KI ist für Jugendliche mittlerweile selbstverständlicher Teil ihres Alltags, meist für pragmatische Anwendungsfelder wie Hausaufgaben. Laut einer aktuellen DAK-Studie nutzen über 30 % der Jugendlichen mit depressiven Symptomen Chatbots bei Einsamkeit. Und genauso viele Befragte dieser Gruppe finden, dass die KI sie besser versteht als ein echter Mensch. Gerade jene Jugendlichen, die auch Zielgruppe der Seelsorge sind, haben also womöglich vorab schon mit ChatGPT und Co kommuniziert.
Denn ein Chatbot ist immer verfügbar, verurteilt nicht und antwortet sofort. Er halluziniert aber auch in den neusten Versionen der großen Anbieter, kennt die Biografie des Jugendlichen nicht und hat einen undurchsichtigen Datenschutz. Und er kann durch seinen algorithmischen Bestätigungsdrang Nutzer*innen in eine trügerische Sicherheit wiegen.
Und genau darum geht es in dieser Fortbildung. In 90 Minuten erklärt Johannes Göttig:
• Wie KI funktioniert: Warum KI so menschlich klingt, obwohl sie nur Wahrscheinlichkeiten berechnet
• Wie Jugendliche KI wirklich nutzen: Aktuelle Zahlen aus Deutschland, Österreich und den USA
• An welchen Stellen es gefährlich werden kann: Erfundene Antworten, fehlender Kontext, Datenschutz, falsche Bestätigung, emotionale Bindung
• Wo KI helfen kann: Als niedrigschwelliger Einstieg in ein „echtes“ Gespräch
• Wie du damit umgehst: Ein einfacher Leitfaden, um das Thema KI mit Jugendlichen adäquat aufzugreifen
Danach ist Zeit für Fragen und Fälle aus dem eigenen Alltag. Dafür wird kein Vorwissen benötigt.