Einführung in die Idiolektik
Was könnte Idiolektik beschreiben? Ich leihe mir märchenhafte Worte aus einer idiolektischen Übungsgruppe: „Es handelt von Prinzessin Lekta, die die Kunst der magischen Fragen erlernen will und dabei phantastische neue Welten in ihren Gesprächspartner/innen und sich selbst entdeckt.“
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SEK II
Veranstaltungen SEK II
29 Veranstaltungen
Online-Seminar: "Einfach fragen"
Kopfüber - Experimentelle Zugänge zur Bibel im Bibliodrama 2026/27
Was passiert, wenn unterschiedliche Menschen und unterschiedliche Wege zur Schrift zusammenkommen?
Bibliodrama eröffnet dafür Spielräume mit kreativ darstellenden Methoden. Biblische Texte, die Persönlichkeiten der Teilnehmenden und die Gruppe der Teilnehmenden kommen in Bewegung. Die Teilnehmenden übernehmen Rollen aus biblischen Texten und agieren diese in improvisierendem Spiel in der Gruppe aus. Das persönliche Erleben und das Gruppenerleben stehen im Zentrum. Lebens- und Glaubensprozesse werden angeregt. Aktualisierungen verbinden Individuelles und Gesellschaftliches und bieten Gelegenheit zum tieferen Verstehen, zur Reflexion und manchmal auch Krisenbewältigung. Dabei experimentieren wir in dieser Ausbildung mit verschiedenen Zugängen im Bibliodrama (z.B. Bibeltheater, Bibliotanz, Clownerie u.a.m.) und stellen biblische Texte spielerisch auf den Kopf. Wir verrücken Perspektiven, bewegen uns in Texträumen, verschieben Erfahrungs- und Verstehensgrenzen und loten aus, in welche Tiefen und Höhen uns biblische Texte führen können.
Im fortgeschrittenen Teil der Qualifizierung sammeln die Teilnehmenden in ihrem jeweils eigenen Praxisfeld Anleitungserfahrungen im bibliodramatischen Arbeiten in Gruppen.
Jahrestagung für Religionslehrer*innen an Gymnasien, Gemeinschaftsschulen, Berufsbildenden Schulen
„Das ist einfach ungerecht!“
An den Familientischen, im Freundeskreis, in Lehrerzimmern, im Bundestag und an den internationalen Verhandlungstischen kann man den Eindruck bekommen: Es gibt keine Gerechtigkeit – weder im Kleinen noch im Großen! Und die gefühlten Ungerechtigkeiten errichten unüberwindbare Hindernisse für ein gutes Miteinander und „Gemein-Sinn“ – im wahrsten Sinne des Wortes. Doch ist das wirklich so?
Geht es nur ungerecht zu – im Kleinen und im Großen? Was bedeutet eigentlich Gerechtigkeit? Auf welche Werte, Grundsätze und Narrative von Gerechtigkeit wollen wir uns als Gesellschaft einigen?
Und nicht zuletzt: Welche Rolle spielen Religion(en), Kirche und der Religionsunterricht für das Entdecken und Einüben von Gerechtigkeit, für das Stiften von „Gemein-Sinn“? Welche Spuren von Gerechtigkeit finden wir in den Erzählungen und Traditionen der Religionen? Wie politisch dürfen und müssen Kirche und Schule sein?
Zweieinhalb Tage werden wir diese Fragen im Rahmen unserer Jahrestagung in Breklum diskutieren, Unterrichtsideen entwickeln und erproben und uns auf die Suche begeben nach einer gerechteren Gesellschaft.
Online-Seminar: TA & Mehr
Die Transaktionsanalyse (TA) stellt sehr anschauliche Konzepte zur Verfügung, mit denen Menschen sich selbst und andere bezüglich ihrer erlebten Wirklichkeit reflektieren und verstehen können. Sie ist dazu geeignet, das Potential der eigenen Persönlichkeit zu entwickeln und zur Entfaltung zu bringen. Sie integriert Gedankengut aus der Tiefenpsychologie, Gestalttheorie, Verhaltenstherapie und aus systemischen Ansätzen.
TA & Mehr umfasst einzeln buchbare Module.
Wer rettet die Welt? - Jesus?!
Jesus: Mensch, Lehrer, Revolutionär, Menschenrechtler, Prophet, Christus, Retter… Jesus, wer bist du? Wer bist du für mich? Wer bist du für unsere Schüler*innen?
In Zeiten zunehmender Heterogenität der Lerngruppen und religiös nicht beheimateter Schüler*innen ist es für viele eine Herausforderung, einen „attraktiven“ Religionsunterricht zu gestalten, der das Leben und die Bedeutung Jesu aufnimmt und mit der Lebenswelt der Lernenden verbindet. Dabei erscheinen die gesellschaftlichen Herausforderungen, in denen der biblisch erzählte Jesus lebt und wirkt, aktueller denn je: Was ist gerecht? Worauf kann ich hoffen? Wo finde ich Trost und „Heil“? Braucht die Welt Rettung?
Ausgehend von möglichen Schüler*innenfragen werden Zugangswege zu Jesus (Christus) vorgestellt und erprobt. Grundlegend ist eine interreligiöse und dialogische Didaktik, die auch die sogenannten „Konfessionslosen“ in den Blick nimmt.
Gewaltfreie Kommunikation - Übungsgruppe
„Worte können Mauern oder Fenster sein!“
In einer Zeit, wo Worte wie Mauer hochgezogen werden, die Sicht auf das Gemeinsame versperren, die Sicht auf das Eigene aus dem Blick verlieren lassen, wo Worte eher zur Eskalation beitragen statt zur Deeskalation – wird deutlich: wie wichtig und wertvoll die GFK in und für unsere Welt sein kann.
Voraussetzung für die Teilnahme an der Jahresgruppe:
Grundkenntnisse in Gewaltfreier Kommunikation
Bereitschaft zur Teilnahme an allen fünf Veranstaltungen
Sie benötigen ein internetfähiges Endgerät mit Kamera und Mikro.
Termine: 17.3, 20.4.,2.6, 1.9, 3.11.2026; jeweils 16-18 Uhr
Die Anmeldung gilt für alle fünf Online-Workshops.
Gewaltfreie Kommunikation 23.03. - 23.11.2026
In dieser Jahresgruppe reflektieren wir berufliche Alltagssituationen vor dem Hintergrund der Einsichten aus der gewaltfreien Kommunikation. Teilnehmende haben die Möglichkeit, Situationen, die sie beschäftigen, einzubringen und neue Perspektiven zu entwickeln.
Grundkenntnisse in gewaltfreier Kommunikation sollten vorhanden sein.
Die Anmeldung gilt für alle Termine der Jahresgruppe. Einzelbuchungen von Terminen sind nicht möglich.
Termine: 23.3., 20.5, 29.6, 14.9, 23.11.2026; jeweils 16 - 18 Uhr
Transaktionsanalyse - TA 101 Grundlagenkurs
Der TA 101 ist eine grundlegende Einführung in die Modelle der Transaktionsanalyse (TA) und ihrer Anwendung. Geeignet ist dieser Kompaktkurs für Menschen, die ihre Kenntnisse über die TA auffrischen oder die eine Einführung in die TA erhalten wollen. Der TA-101-Kurs folgt einem von der Deutschen Gesellschaft für Transaktionsanalyse (DGTA) festgelegten Curriculum und wird von dieser zertifiziert.
Rote Nasen in der Nordkirche – und eine Jubiläumsfeier
Für Menschen aus Schule und Gemeinde, Beratung und Bildung, Leitung und Begleitung, die an Clownerie, Spiel und Humor aus theologischer Perspektive interessiert sind.
2007/9 gab es die erste Langzeitfortbildung Clownerie über das Theologisch-Pädagogische Institut der Pommerschen Evangelischen Kirche, Greifwald, nach dem Konzept und unter der Leitung von Dr. Gisela Matthiae. Das war auch die erste Langzeitfortbildung Clownerie von Dr. Gisela Matthiae. 2021/2022 gab es eine weitere in der Nordkirche, die in Zusammenarbeit zwischen Pädagogisch-Theologisches Institut und Pastoralkolleg Ratzeburg veranstaltet wurde. Da hatte Dr. Gisela Matthiae dann schon zu zählen aufgehört. Dazwischen fanden Workshops, Kirchentage und Kurswochen statt.
Einige Stimmen der Beteiligten:
„Clownerie erfasst einen so ganz und gar, das Fühlen und Denken.“
„Gleich von Anfang habe ich gemerkt, dass ich viel humorvoller war, besonders in schwierigen Situationen. Und die
gibt es ja im Gemeindeleben ständig!“
„Ich staune mehr und rege mich nicht immer gleich auf.“
„Jetzt spricht auch mein Körper mehr und ich komme viel besser in Kontakt. Auch mit mir selbst.“
„Der Glaube betrifft doch eigentlich den ganzen Menschen, Körper, Geist und Seele.“
Was hat die Clownerie in die kirchliche Landschaft hineingebracht? Sie beeinflusste die eigene Haltung und die Beziehungen bei der Arbeit. Sie hat Stücke hervorgebracht, die auf den Bühnen der Kirchen aufgeführt wurden. Und davon gibt es ganz schön viele! Das Bibliodrama und das Bibeltheater wurden mit Clowntheater verknüpft. Zeit, darüber zu reflektieren, Einblicke in die spielerische Praxis zu geben und zu feiern. Lassen sich wirksame Spuren in der kirchlichen Praxis feststellen? Was ist das für eine Kirche, die sich dem Spiel überlässt? Was bedeutet der „emotional“ und der „body turn“ in der Theologie für eine Kirche in der Transformation? Wie können aus einer clownesken Haltung heraus der zunehmenden Besorgtheit, den Ängsten und Verengungen, begegnet werden?
Diese Fragenstellungen und Inhalte werden bei dieser Veranstaltung zur Sprache gebracht und auch inszeniert. Erfahrungen werden ausgetauscht, neue Ideen entwickelt. Dazu gehört auch das Feiern. Denn es gibt ein Jubiläum. Vor 30 Jahren hat die Theologin und damalige Studienleiterin am Frauenstudien- und Bildungszentrum der EKD, Dr. Gisela Matthiae, ihre Clownausbildung abgeschlossen und sofort angefangen zu spielen und zu unterrichten.